Island

2 Mann - 2 Räder - 2 x 50 kg - 6 Wochen - 1500 km - 8'96

Island Island Island Island Island

Wer gerät schon nicht ins Schwärmen, wenn er von der Vulkaninsel im nördlichen Atlantik hört, die oft als
» Das Land aus Feuer und Eis « beschrieben wird. Gerade die damit im Zusammenhang stehenden “Markenzeichen“, wie Geysire, Vulkane, Gletscher, Wasserfälle, Lavaströme oder Sanderflächen wecken die Begeisterung von - selbst noch nie dort gewesenen - Reiselustigen.
Wir waren dort ! Mein Kumpel Tobias Fürschke (an dieser Stelle gleich mal einen Gruß zur TU-Chemnitz !) und ich - Mit dem Fahrrad, ja genau, mit dem Fahrrad haben wir uns durch das Land der extremen Kontraste durchgekämpft - eine Tour, die eine wahnsinnige Fülle an Eindrücken hinterließ, so daß man erst nach der Tour alles verarbeiten konnte.
Bei dem Land der unglaublichen Gegensätze stehen zunächst die Vulkane und heiße Springquellen den eisigen Gletscherflächen gegenüber. Andererseits hat man einsame, endlos öde Lavawüsten und ausgedehnte Sandwüsten, die sich mit märchenhaften Landschaftsbildern mit Wasserfällen, Geysiren und anderen Naturschönheiten ergänzen.

ISLAND - Insel Sehenswürdiger Landschaften - Auch Nördliches Dorado

Islandkarte Als uns die Boeing der » Icelandair « an jenem 28.7.96 gegen 7.45 Uhr in Keflavík mit unseren 50 kg bepackten Rädern „absetzte“, wurden wir mit einem typisch isländischem Wettergeschehen empfangen: dichte Regenvorhänge, dunkelgraue Wolkendecke, zum Sturm angeschwollener Wind. Unser erster Gedanke - das kann ja heiter werden (im wahrsten Sinne des Wortes - es ging ja nicht mehr anders). Die ersten 7 Kilometer - anfangs noch etwas unsicher auf dem schwerbepackten Rad - die bis zum nächsten Zeltplatz führten, waren schon maßlos erschöpfend, da wir die Nacht zuvor (auf dem Kölner Flughafen) eh fast keinen Schlaf hatten. Nachdem wir völlig durchnäßt mühsam den Kampf gegen den Sturm gewonnen, mit steifgefrorenen Fingern das Zelt zum Stehen gebracht und uns unserer nassen Klamotten entledigt hatten, krochen wir in unsere Schlafsäcke und konnten gerade noch die Reiß verschlüsse schließen, bevor wir in den Schlaf versanken. Nach ca. 3 Stunden wachten wir auf, da es auf einmal ungewöhnlich warm wurde. Wir schauten nach draußen und staunten nicht schlecht: Erstens als wir blaß-blauen, wolkenlosen Himmel mit karibischem Sonnenschein vorfanden, und zum zweiten, weil mindestens ein Dutzend Fahrräder noch auf dem Zeltplatz zu finden waren. Bei den gewöhnungsbedürftig rasanten Wetterumschwüngen konnte man ja noch - in Erinnerung an verschiedene Reiseführer und -prospekte - eine Erklärung finden. Umsonst heißt es hier ja nicht: „Gefällt dir das Wetter nicht, dann warte fünf Minuten.“ Biker
Aber die Begegnung mit den unzähligen Radtouristen, die wir auch später noch trafen, hatte uns sehr verwundert. Denn in Büchern über Island wurde immer nach dem Motto „Allein in Island - ein Abenteuer“ beschrieben. Und als „radfreundlich“ kann man Island ganz und gar auch nicht bezeichnen - aber darin liegt vielleicht der Reiz...
Unsere grobe Reiserichtung sollte nun vom Keflavíker Flughafen (bei Reykjavík) aus in den südlichen Teil des Landes führen. Endstation sollte die Hafenstadt Seyðisfjörður im Osten sein, wo die letzte Fähre der Saison auf uns „wartete“. Dafür hatten wir nun 5 Wochen Zeit, um an unzähligen Sehenswürdigkeiten vorbei bis in den Osten zu kommen. Zunächst schien die Sache vom Zeitplan her kein Problem zu sein. Doch diese Hypothese wurde von entscheidenden Faktoren, die wir alsbald feststellen mußten, beeinflußt. Zum einen konnte man generell den isländischen Wind - soweit man noch von Wind sprechen konnte - als Gegenwind bezeichnen, da er unabhängig von der Fahrtrichtung immer von vorn kam. (Stichwort Island-Tief - hier wird es gemacht !) Somit konnten einem bei der Eroberung Islands mit dem Fahrrad 30 Kilometer wie eine Ewigkeit vorkommen. Demnach hatten wir die Floskel „Morgen fahren wir nach ...“ in „Als nächstes fahren wir nach...“ zu ändern, da sich jegliche Zeitpläne als unsinnig herausstellten. Doch am Ende einer Tour wurde man meistens positiv überrascht. Sei es mit Bilderbuchlandschaften, riesigen Gletscherflächen, imposanten Wasserfällen oder auch mit der Bekanntschaft mit der liebenswürdigen Art der Isländer - so konnte so manche Strapaze entschädigt werden. Islandbild

Das fantastische Land mit dem Rad selbst zu erkunden und die bezaubernden Eindrücke mit einem Hauch von Abenteuer zu genießen, war einfach ein überwältigendes Erlebnis. Auch wenn wir unzählige einsame Schlachten gegen den Wind, den Regen und das, was die Isländer Straßen nennen, häufig verloren hatten, war es faszinierend. Denn man wurde letztendlich mit atemberaubenden Ausblicken auf märchenhafte Landschaften belohnt, die man mit Worten allein nicht beschreiben kann.
Im folgenden soll eine kleine Fotosammlung ein paar Eindrücke von den Schönheiten des Landes wiedergeben. Damit sei dieser Einblick in die Urlaubserinnerungen '96 abgerundet. Bei weiterem Interesse nur keine Scheu zeigen, denn es darf gemailt werden: hkloeden@web.de


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Hier noch ein paar Island-Links:

Peter Kleins Reiseführer

Musik in Island: ... und das der genialsten Sorte: ich sag nur - BJÖRK
Geysir: größte Quelle an Islandinformationen im Internet
TCI - Trade Council of Iceland: Informationen zur isländischen Wirtschaft oder einzelnen Firmen


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Letzte Änderung: 14.05.2011